Wein und Gesang - Lieder von Lob, Preis und Dank in der Lubentiusbasilika

Limburg-Dietkirchen, 22.09.2016 (NNP)

„Lieder von Lob, Preis und Dank“ präsentierte der Sängerchor „Cäcilia“ bei seinem Herbstkonzert in Dietkirchen.

 

Limburg-Dietkirchen. Tiefrot und angenehm trocken ist er, der neue Lubentiuswein. Davon konnten sich die Besucher der „musikalischen Weinlese“ des Sängerchors „Cäcilia“ nach dem Konzert in der Lubentiuskirche selbst überzeugen. Neben dem Sängerchor unter der Leitung von Johannes Albrecht traten in der Basilika außerdem der Kinderchor „St. Lubentius Dietkirchen“, die Sopranistin Nicole Tamburro sowie der Organist Michael Troost auf. Gewidmet war das Konzert den vielen Mitgliedern des Sängerchors, die in diesem Jahr entweder einen runden Geburtstag oder ein Jubiläum feiern.

Unter dem Motto „Gloria – Lieder von Lob, Preis und Dank“ prä- sentierten die Künstler Musik aus verschiedener Epochen, von der Barockzeit bis zur Moderne, sowie zahlreicher Komponisten, darunter unter anderem Heinrich Schütz, Franz Schubert, Anton Bruckner und John Rutter. Auf der Orgel spielte Michael Troost selten zu hö- rende Stücke von Hermann Schroeder. So wurde das Konzert mit Schroeders Komposition „Nun lobet Gott im hohen Thron“ eröffnet. Der vorne im Altarraum mit dem Gesicht zum Publikum aufgestellte Chor stimmte das „Magnificat“ (Satz: Johannes Albrecht), „Marias Lob“ von Johannes Brahms und Franz Schuberts „Ehre sei Gott“ an. Es folgte der Auftritt von Nicole Tamburro. Die Solistin sang die Lieder „Doch der Herr, er leitet die Irrenden recht“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und das „Laudamus te“ von Mozart. Dann waren die jungen Sänger des Kinderchors an der Reihe. Mit Liedern von Kati Stimmer-Salzeder, Norbert M. Becker, Hans Nyberg, Dorren Rao und Uli Führe präsentierten sie vergleichsweise junge Chorliteratur. Denn alle der genanten Komponisten dind nach dem Zweiten Weltkrieg geboren.

In der zweiten Hälfte traten noch einmal der Sängerchor und Nicole Tamburro auf, bevor Michael Troost mit Hermann Schroeders „Toccata“ auf der Orgel den musikalischen Schlusspunkt des gelungenen Konzerts setzte. 

Bilder vom Konzert am 17. September 2016 in der Lubentiuskirche
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Eine wunderbare Reise „Cäcilia“ Dietkirchen blickte zum Jubiläum musikalisch bis ins Jahr 1803 zurück

Limburg-Dietkirchen, 15.10.2014 (NNP)

Der Sängerchor „Cäcilia" blickt auf 175 Jahre zurück. Aus Anlass des Jubiläums hatte der Chor zu einer Zeitreise in die Lubentiuskirche eingeladen.

 

Stiftsherren verlassen 1803 nach 900 Jahren mit einem gregorianischen Choral die Lubentiuskirche und das Dorf Dietkirchen. Das Lob Gottes ist verstummt, die Basilika nackt und kahl. Napoleon und seine Kriege haben in Europa den Zusammenbruch der alten Reichskirche herbeigeführt. Es herrscht Untergangsstimmung. In diese Phase führte eine Zeitreise zurück, zu der der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche aus Anlass des Jubiläums die Besucher in das vollbesetzte Gotteshaus auf dem Felsen hoch über der Lahn eingeladen hatte.

Gespanntes Schweigen. Lubentius betritt mit einem Chronikbuch den Altarraum, an seiner Seite schreitet Cäcilia, die ehrwürdige Patronin der Kirchenmusik, in der Kleidung einer antiken römischen Frau des dritten Jahrhunderts. Die Geschichtsschreiber notieren das Jahr 1839, das Gründungsjahr des Sängerchores. Pfarrer Lubentius berichtet vom ehemaligen Stiftsherrn Hubert Römer, der in Dietkirchen zwölf christgläubige Männer gewinnt, die einen liturgischen Gesang anstimmen. Das war die Geburtsstunde des Sängerchors „Cäcilia" der Lubentiuskirche Dietkirchen, der sein 175-jähriges Jubiläum mit einem Festwochenende gefeiert hat.


Durch drei Jahrhunderte
Der Chor hatte sich zum Auftakt der Feierlichkeiten die Zeitreise ausgedacht und seine Besucher mit einem ideenreichen Drehbuch auf einen spannenden Ausflug durch drei Jahrhunderte mitgenommen. Mit Fug und Recht können die Aktiven feststellen, eine solche Inszenierung einer Chor- und Zeitgeschichte hat es hier zu Lande noch nicht gegeben.


Pfarrer Friedhelm Meudt in Gestalt des Lubentius und Ute Wellstein als Cäcilia erzählten im Dialog sieben wichtige Stationen im Leben der Generationen, musikalisch belegt durch ausgewählte Chorwerke aus der jeweiligen Epoche, optisch pointiert durch farbige Lichtnuancen. Im Kirchenraum wechselten die Farben in Anspielung auf die industrielle Revolution, tauchte ein in blutndes Rot als von der verheerenden Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten die Rede war und spielte im grell wechselnden Bunt auf die sechziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts an.


Chorleiter Johannes Albrecht nutzte die wunderbare Chance, das vielseitige Repertoire mit bekannten Werken seines Sängerchores sowie zahlreichen Neueinstudierungen, wie das beeindruckende zeitgenössische „Gloria" von Jonathan Dove, darzustellen. Zugleich ließ es die Kirchenmusik im Wandel der Zeit hörbar werden. Der Chor ließ dabei seine Beiträge in dem altehrwürdigen Gotteshaus mal im Altarraum, mal von der Empore aus erklingen.


Verfolgung und Freude
Der Streifzug durch das Geschichtsbuch markierte die Weiterungen zweier Konzile in Rom ebenso wie herausragende Persönlichkeiten Dietkirchens. Erwähnt seien an dieser Stelle der unerschrockene Dekan Wilhelm Breithecker, der sich gegen die Nazis auflehnte und sechs Jahre inhaftiert war, und Josef Löhr, der den Chor 31 Jahre lang bis ins 20. Jahrhundert als Dirigent maßgeblich prägte.


Der Chor gedachte seiner in den beiden Weltkriegen Gefallenen, intonierte Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen...", markierte den Wiederaufbau des Landes aus den Trümmern der Kriege und sein eigenes Erstarken im Rampenlicht der Scheinwerfer. Lebenslust kam zurück, Mozart erklang. Der Chor und die Sopranistin Nicole Tamburro intonierten in Begleitung dreier Streicher feierlich das „Laudate Dominum".


Ereignisse wie die Mondlandung und gesellschaftliche Umbrüche markierte ein Kassettenrecorder. Die „Cäcilia" sang in Rom „Sicut cervus" von Palestrina, brachte die Zeit neuer geistlicher Lieder zu Gehör („Das eine Brot wächst auf vielen Halmen"), die Frohe Botschaft wurde auch mit Gospels wie „Good news" verkündet, der Kinderchor brachte mit erfrischendem Gesang die Zukunft in die Kirche und so durften sich die Besucher der Zeitreise davon überzeugen, dass es dem Sängerchor um seinen Fortbestand nicht bange sein muss. Zum Abschluss erstrahlte die ganze Kirche in vollem Licht, als der Sängerchor „Cäcila", der Kinderchor St. Lubentius und das Publikum gemeinsam und kraftvoll das Lubentiuslied sangen. Mit diesem gigantischen Gesamtwerk hat sich der Sängerchor das schönste Jubiläumsgeschenk selbst gemacht und den Besuchern sehr eindrucksvoll Freude bereitet.

Frohe Botschafter ... und das schon seit 175 Jahren: „Cäcilia“ feiert glanzvolles Jubiläum – Rom-Reise als Geschenk

Limburg-Dietkirchen, 13.10.2014 (NNP)

Mit einer glanzvollen musikalischen Zeitreise in der Lubentiusbasilika am Freitag und einer „Akademischen Feierstunde“ im Bürgerhaus am Samstagabend setzte der Sängerchor Cäcilia die Festlichkeiten zu seinem 175. Jubiläum fort.


Er könne seine Rede auch auf Dickerischer Platt halten, witzelte Dr. Hans Albert Courtial bei der akademischen Feierstunde des Sängerchors „Cäcilia“ Dietkirchen. „Hier in Dietkirchen liegen meine Wurzeln, und in der Lubentiuskirche wurde auch meine Leidenschaft für sakrale Musik geweckt“, bekannte der Schirmherr. Sein Arbeits- und Lebensmittelpunkt liegen inzwischen schon seit Jahrzehnten in Rom. Als Jubiläumsgeschenk präsentierte Courtial dem Chor dann auch einen fünftägigen Aufenthalt in der Ewigen Stadt – mit einer Papst- Audienz und der Gestaltung einer Messe im Petersdom. Mit Beisterungsrufen und großem Beifall nahmen die Anwesenden das Geschenk an.

Ein Kernpunkt des Selbstverständnis sakraler Musik und der Jubilare ist die Tatsache, dass ihr Gesang mehr ist als lediglich schmückendes Beiwerk während des Gottesdienstes. Vielmehr ist die Musik Teil der Verkündigung der frohen Botschaft, betonte Pfarrer Friedhelm Meudt in seinem Grußwort. „Vergelt’s Gott für Euren Dienst und seid was ihr singt – gläubige Menschen“, gab er den Jubilaren mit auf den Weg.

Glaube in Hochform „Im Singen läuft der Glaube zur Hochform auf“, betonte auch der Festredner des Abends. Der Präsident des Allgemeinen Cäcilien- Verbandes für Deutschland, Professor Dr. Wolfgang Bretscheider. betonte in einer geschliffenen tiefgründigen Rede wie Meudt die zentrale Rolle der sakralen Musik im Glauben. „Denn es gibt Worte, die müssen gesungen werden, um zu überzeugen“. Und gerade in Zeiten radikaler Eiferer sei es wichtig, vom eigenen Glauben erfüllt zu sein.

Einen Rückblick auf die Höhepunkte des Jubiläumsjahres und die dafür nötige zweijährige Vorbereitungszeit lieferten der Festausschussvorsitzende und Ortsvorsteher Bernhard Eufinger, die Vereinsvorsitzende Gabriele Fieseler und Chorleiter Johannes Albrecht. So gehörten zum Programm mit der einmaligen musikalischen Zeitreise am Freitagabend in der wundervoll illuminierten Basilika und der Aufführung der Symphoniekantate „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy gleich zwei außergewöhnliche Konzerte. Weitere musikalische Höhepunkte des Festjahres waren ein Kinderkonzert mit den Kinderchören der Region sowie das gemeinsame Dekanatssingen mit den Chören des Dekanats Limburg-Diez. Außerdem organisierte der Kirchenchor dieses Jahr aber auch einen umfangreichen Jubiläumsband, der Musik und Geschichte gelungen miteinander verbindet.

Als jemand, der selbst gerne Kirchenlieder singe und während langer Autofahrten zu CDs mit sakraler Musik greife, gratulierte Bürgermeister Martin Richard (CDU) dem Chor. Glückwünsche übermittelten auch Sängerkreisvorsitzender Gerhard Voss, das Bundesvorstandsmitglied des Deutschen Chorverbandes Walter Krimmel sowie Jutta Lippe, die Landrat Manfred Michel vertrat. Neben den zahlreichen Wortbeiträgen gab es während der Feierstunde auch musikalische Auftritte der Jubilare, des Sängerchors „Cäcilia“, des Männergesangvereins „Liederkranz“ Dietkirchen sowie von einem „Dietkicher Mädchen“, wie sie Bernhard Eufinger vorstellte: Der Musikerin Sophia Schmidt an der Harfe. Im Namen der Dietkircher Ortsvereine gratulierte Annegret Muth. Hinter ihr stand dann noch eine längere Schlange mit den Vertretern und Vorsitzenden der anderen Vereine, die den Jubilaren ebenso ihre Aufwartung machten.

Eine Illumination, wie sie die altehrwürdige Lubentiusbasilika bis dato noch nie erlebt hatte, begeisterte am Freitagabend die Besucher der musikalischen Zeitreise. Gemeinsam mit dem Kinderchor setzte der Sängechor Cäcilia Dietkirchen einen Farbtupfer in Richtung Zukunft.

 Vor der Vereinsfahne der Cäcilia versammelten sich zum Abschluss der Feierstunde Pfarrer Friedhelm Meudt, Ortsvorsteher Bernhard Eufinger, Vereinsvorsitzende Gabriele Fieseler, Schirmherr Hans Albert Courtial, Chorleiter Johannes Albrecht und Festredner Wolfgang Bretschneider (von links).

Sophia Schmidt an der Harfe.

Annegret Muth (rechts) gratulierte im Namen der neben ihr stehenden Vereinsvertreter.

175 Jahre Kirchenchor „Cäcilia“ Dietkirchen präsentiert eine musikalische Zeitreise

Limburg-Dietkirchen, 04.10.2014 (NNP)

Eine Zeitreise mit Gesang und passenden Sprechtexten, dazu ein prachtvoll illuminierter Kirchenraum: Der Sängerchor „Cäcilia“ aus Dietkirchen hat etwas Besonderes für seine 175-Jahr-Feier geplant.

 

175 Jahre Chorgesang: Das kann man mit einem formellen Kommers und einem feierlichen Chorkonzert begehen. Man kann sich aber auch etwas Neues ausdenken und ungewöhnliche Zugänge zur Geschichte und zur Musik gleichermaßen wählen. Genau das hat sich der Sängerchor „Cäcilia“ aus Dietkirchen für sein großes Jubiläum vorgenommen.
Für Freitag, 10. Oktober, 20 Uhr, laden die Sänger der „Cäcilia“ und der Kinderchor „St. Lubentius“ ihre Gäste zu einer gesungenen und gesprochenen Zeitreise von 1839 bis 2014 durch die Chor- und die Weltgeschichte ein. Solistin ist Nicole Tamburro (Sopran) und die Woehl-Orgel spielt Michael Troost.

Pfarrer Friedhelm Meudt hat die Mischung aus Texten und Liedern zusammen mit Chorleiter Johannes Albrecht erarbeitet. Der Pfarrer selbst wird auch die Sprecherrolle als Heiliger Lubentius übernehmen, während Ute Wellstein, Redakteurin beim Hessischen Rundfunk, der Heiligen Cäcilia eine Stimme verleiht, der Schutzpatronin der Kirchenmusik.
Doch der Abend setzt noch eine Besonderheit auf die Zeitreise drauf: Der beeindruckende Kirchenraum der St. Lubentius-Basilika strahlt in vielfarbigem, stimmungsvollem Licht. Dafür ist der junge Lichtkünstler Moritz Moxter verantwortlich, der vor einigen Jahren bereits den Limburger Dom durch eine farbige Illumination neu erlebbar machte. So soll zusammen mit dem Chorgesang ein Erlebnis entstehen, das die Sinne anspricht.



Musik, Text und Licht sollen zusammenwirken

Pfarrer Friedhelm Meudt hat den Text für die musikalische Zeitreise in der Lubentius-Basilika verfasst und die Aufführung mit organisiert. Die NNP sprach mit ihm über die Entwicklung des Aufführungs-Konzepts.


NNP: Wie sind sie auf die Idee mit der musikalischen Zeitreise gekommen?


MEUDT: Wir wollten uns nicht nur auf ein klassisches Konzert beschränken, sondern das mit 175 Jahren sehr ungewöhnliche Jubiläum auf andere Weise darstellen. Da ich selbst historisch sehr interessiert bin, habe ich mich einmal hingesetzt und Ereignisse innerhalb des Chores und in der Welt in diesem Zeitraum aufgelistet. Chorleiter Johannes Albrecht hat die passenden Musikstücke vorgeschlagen und ich habe die Sprechertexte ausformuliert. Schließlich haben die Techniker um Moritz Moxter ihre Lichtbilder entworfen, um Stimmungen und Atmosphäre passend zur dargestellten Historie zu transportieren.

 

Wer hatte den Einfall mit der farbigen Beleuchtung?

Es war kein einzelner Einfall. Die Techniker kenne ich persönlich sehr gut, und in einem Gespräch mit ihnen hat es sich praktisch von selbst ergeben, das Projekt zum 175-jährigen Chor-Bestehen mit der Lichtregie zu verbinden, die die jungen Leute sehr  gut machen. Ich bin darauf sehr gespannt und weiß, dass sich Vertreter einiger Chören aus der Region angemeldet haben, um sich anzuschauen, wie die Bestandteile Musik, gesprochene Texte und Licht zusammenwirken.


Ein Jubiläum bietet immer auch Anlass zum Blick in die Zukunft: Wie wird es mit der „Cäcilia“ weitergehen?
 

Da habe ich wenige Sorgen, und das liegt nicht zuletzt an der hervorragenden Arbeit mit dem vor sieben Jahren gegründeten Kinderchor „St. Lubentius“. Inzwischen sind es 40 Kinder, von denen hoffentlich viele in den Kirchenchor wechseln werden. Nicht zuletzt wird der Kinderchor eine zentrale Rolle im letzten Bild unserer Zeitreise haben, in dem es um die Zukunft geht.

Kinderstimmen erfüllten die Lubentius-Basilika

Limburg-Dietkirchen, 25.07.2014 (NNP)

Die Kinderchöre in der Dietkircher Basilika beim gemeinsamen Lied „Siyahamba“.

Es war sinnvoll, in die Reihe der Veranstaltungen anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Sängerchors der Lubentius-Kirche auch ein Konzert mit Kinderchören aus der Region
in der Basilika einzuplanen. Die Förderung des Singens mit Kindern ist eine unverzichtbare Aufgabe. Mit der Gründung eines Kinderchors ist nicht unbedingt die Nachwuchsfrage eines Erwachsenenchors gelöst, nein, man muss ständig daranbleiben, die Kinder mit entsprechendem pädagogischen Mitteln zum Singen zu begeistern. Im Mai 2008 wurde durch die Initiative des Chorleiters Johannes Albrecht ein Kinderchor in Dietkirchen gegründet, der schon einige Erfolge aufzuweisen hat. Damit stieß er auf eine historische Grundlage. Denn seit den Anfängen des Stiftes der Chorherren in Dietkirchen vor mehr als 1000 Jahren gab es bereits eine an das Stift angegliederte Schule, die den Gesang der Kinder in der Liturgie förderte.
Immerhin bestand in den 1970er-Jahren ein Kinderchor, aus dem viele Sängerinnen und Sänger des heutigen Sängerchors hervorgegangen sind. Und es ist schon erfreulich, dass der Kinderchor von 2008 von damals sieben Aktiven auf heute 40 angewachsen ist.
Ein Kinderchorkonzert ist zweifellos gemeinschaftsfördernd, ganz abgesehen davon, dass auch gegenseitige Anregungen ihre Früchte tragen. Die Vorsitzende des Sängerchors „Cäcilia", Gabriele Fieseler, freute sich jedenfalls, dass immerhin sechs Kinderchöre teilnahmen. Die „Kleinlauten" aus Elz hatten abgesagt. Die Moderation teilten sich Gabriele Fieseler und Andrea Bardenheier, die jeweils einführende Erklärungen gaben.
Dass Singen Spaß macht, demonstrierten beispielsweise die „Coolräbchen" und „CHORallen" aus Dehrn in einem Titel. Das konnte man zweifellos auf alle Teilnehmer übertragen. Unbeschwert mit frischen Stimmen wurde das Programm mit vielseitiger und auch kindgerechter Literatur bestritten.
Den Anfang machte der Kinderchor Hundsangen (Leitung Angela Siry), es folgte eine abwechslungsreiche Liedauswahl von den „Coolräbchen" und CHORallen" aus Dehrn unter der Leitung von Andrea Heibel. Die „Burgspatzen" aus Kirberg leitete Nicole Ebel. Die Arfurter „Kirchenspatzen" werden von Patricia Bieske geführt, die zunächst einen Song „Weil der Himmel uns braucht" von Horst Christill vorstellten. Mit „Halleluja – Das ist das Wort" aus dem neuen geistlichen Lied von Hella Heizmann verabschiedeten sich die jungen Sänger. Die Kinderchola Eisenbach (Nicole Ebel) hatte sich mehr auf volkstümliche Stücke eingelassen.
Der Kinderchor „St. Lubentius" Dietkirchen unter Johannes Albrecht hatte ein reichhaltiges und teilweise anspruchsvolles Repertoire aufzuweisen, das von Spirituals über geistliches Liedgut bis hin zur Folklore reichte. Und das alles gut vorbereitet.
Mit einem traditionellen Lied der Zulus in Südafrika „Siyahamba", das Johannes Albrecht eigens ins deutsche übersetzte, bereiteten alle Kinder in der Basilika einen imponierend zündenden Abschluss.
Der große Beifall war verdient und kam von Herzen.

Limburg-Dietkirchen, 05.07.2014 (NNP)

Kinderchöre singen in der Lubentius-Basilika

Der Kinderchor „St. Lubentius“ Dietkirchen mit seinem Chorleiter Johannes Albrecht.

Im Rahmen seines 175-jährigen Bestehens lädt der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche Dietkirchen am Samstag, 19. Juli, um 16 Uhr die Kinderchöre der Region zu einem Kinderchorkonzert in die Lubentiuskirche ein.
Zum Jubiläumsverein gehört seit dem Jahr 2008 wieder ein Kinderchor, der die Tradition des Gesangs der Kinder an der Lubentiuskirche, die aus historischem Quellenmaterial seit dem frühen Mittelalter belegt werden kann, aufgreift und fortführen will. Dieser Bedeutung folgend sieht der Sängerchor „Cäcilia" seinen Kinderchor „St. Lubentius" als wichtigen Teil seiner Vereinsfamilie und richtet daher im Rahmen des Festjahres ein eigenes Konzert für die Kinder aus.
Folgende Kinderchöre gestalten das Konzert: die Arfurter „Kirchenspatzen", die „Cool-Räbchen" Dehrn, „die Kleinlauten" des MGV Frohsinn Elz, der Kinderchor Eisenbach, der Kinderchor Hundsangen, die „Burgspatzen" Kirberg, der Kinderchor der „Cäcilia" Lindenholzhausen und der Kinderchor „St. Lubentius" Dietkirchen.
Bereits um 14.30 Uhr treffen sich alle Kinderchöre in der Lubentiuskirche zu einer gemeinsamen Probe. Mit allen Chören soll dabei ein Lied einstudiert werden, das dann von allen Kinderchören gemeinsam zum Abschluss des Konzertes gesungen wird.
Nach der Probe sind für die Kinder Getränke und Kuchen sowie ein kleines Programm im und um das Pfarrheim vorbereitet. Unter anderem können auf einem Spieleparcour verschiedene Dinge ausprobiert und ein großes Bild von der Lubentiusbasilika ausgemalt werden. Um 16 Uhr beginnt das Konzert der Kinderchöre in der Lubentiuskirche. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Limburg-Dietkirchen, 06.06.2014 (NNP)

Vielstimmiges Gotteslob

Der gastgebende Sängerchor „Cäcilia“ mit Dirigent Johannes Albrecht.

Im Jahr seines 175-jährigen Bestehens war es dem Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche und seinem Chorleiter Johannes Albrecht ein Herzensanliegen, die einst bewährte Tradition des Dekanatssingens wieder aufleben zu lassen. Neben der „Cäcilia" sangen die Kirchenchöre
aus Dehrn und Eschhofen.

 

Es sei schade, dass die Dekanatssingen in den 1990er-Jahren außer Mode gekommen seien, sagte Dekan Pfarrer Friedhelm Meudt bei der Begrüßung der teilnehmenden Kirchenchöre aus dem Dekanat Limburg-Diez in der altehrwürdigen Basilika ein. Umso mehr freue er sich, dass das Jubiläum des Dietkircher Kirchenchors „Cäcilia" zum Anlass genommen wurde, dieses gemeinsame Anliegen neu zu beleben.

Der geistliche Gesang ist zwar in erster Linie ein integrierender Bestandteil der heiligen Liturgie, er kann auch in anderen Formen den Menschen zu Gott erheben, wie es die vier Kirchenchöre in Dietkirchen eindeutig unter Beweis stellten. Dass dabei die farbig disponierte Woehl-Orgel mit der von Organist Michael Troost virtuos gespielten Toccata in F von Dietrich Buxtehude (1637–1707) die Sängerinnen und Sänger und die Gemeinde einstimmte, ergänzte freilich das vielstimmige Gotteslob. Michael Troost ist jetzt ganz in die Fußtapfen seines legendären Vaters getreten, der bekanntlich als Limburger Domorganist auch eine Professur an der Frankfurter Musikhochschule inne hatte.

Um es vorweg zu sagen: Die ungeteilte Freude am gemeinsamen Tun zum Lob Gottes stand bei allen Choristen ohne Ausnahme im Vordergrund. Das war ein gesungenes Glaubensbekenntnis. Dem Dekanat Limburg-Diez gehören ja leistungsstarke Chöre (unter anderem auch der Limburger Domchor) an, die von äußerst qualifizierten Dirigenten geleitet werden. Die Chorstärken sind allgemein geschrumpft, doch die Stimmbesetzungen sind doch optimal. Selbst das kleinsten Ensemble, das der Kirchenchor „St. Cäcilia" Eschhofen darstellte, bestach.

Zunächst formierte sich die gastgebende „Cäcilia" auf der Orgelempore. Hier erklang der mit viel Intensität gesungene 23. Psalm „Gott ist mein Hirt" von Franz Schubert mit Orgelbegleitung unter der Leitung von Johannes Albrecht. Das in der Fassung für gemischte Stimmen aufgeführte Werk ist von naturhafter elementarer Schönheit, die Kraft und Ursprünglichkeit in der Melodie ausdrückte. Es folgte die selten zu hörende Motette „Ubi caritas et amor" von Audrey Snyer (geb. 1961) in moderner Tonsprache.

Der Kirchenchor „St. Nikolaus" Dehrn wurde stellvertretend von Markus Schwarz geleitet. Seinen anerkannten Leistungsstand zeigte sich in vier überzeugenden Motetten, aus denen das „Exultate Deo" von Allesandro Scalatti (1660–1725) herausragte. Der Sopran in den exponierten Lagen leuchtete da richtig heraus.

Domchordirektorin Judith Kunz sprang für den verhinderten Dirigenten Dr. Helmut Bartel vom Kirchenchor Eschhofen ein. Der relativ kleine Chor überzeugte in schöner stimmlicher Ausgeglichenheit mit Werken von Edward Elgar, Bortniansky und Maurice Durflé. Das vielstimmige Gotteslob erreichte seinen Höhepunkt mit den Motetten „Schaffe in mir Gott ein reines Herz" von Andreas Hammerschmidt (1610–1675) und „Beati quourm via" des Engländers Charles Villiers Stanford (1852–1924), ausgezeichnet gesungen vom Limburger Domchor unter Judith Kunz.

Noch einmal präsentierte sich der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche im Hochchor der Basilika mit Klangfülle bei zwei ansprechenden Werken von Elgar und Mendelssohn, bevor die Choralkantate „Verleih und Frieden gnädiglich" von Felix Mendelssohn Bartholdy mit allen teilnehmenden Chören und Michael Troost (Orgel) das überaus ansprechende Dekanatssingen beendete.

Zum Schluss danke die Vorsitzende der „Cäcilia", Gabriele Fieseler, allen Ausführenden für die erlebte Gemeinsamkeit, die mit einem Umtrunk zu Ende ging.

Limburg-Dietkirchen, 07.05.2014 (NNP)

Großartiger Chorgesang

Eindrucksvolles Konzert zum Auftakt der Jubiläumsfeiern der 175 Jahre alten „Cäcilia" Dietkirchen


Die Sinfoniekantate „Lobgesang" für Soli, Chor und Orchester op. 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy stand im Mittelpunkt des Jubiläumskonzerts des Dietkircher Kichenchors „Cäcilia", das vom Publikum in der vollbesetzten Basilika mit jubelnden Ovationen bedacht worden ist.
 

Das gesungene Lob Gottes hat in der Basilika in Dietkirchen, wie es auch aus der geschmackvollen Festschrift zum 175-jährigen Bestehen des Sängerchors zu entnehmen ist, eine enorme Bedeutung. Immer wieder ist in der wechselvollen Geschichte der Kirchenmusik des Stifts vom „Lubentius-Psalm" die Rede, der das Leben des heiligen Lubentius im Reimoffzium sinnvoll in einem der letzten Verse aufgreift: In der Kirche in Dietkirchen werde der Heilige sehr verehrt, hier würden beständig Lobgesänge auf Gott gesungen.


Hervorragende Solisten

Daher war die Idee des umsichtigen Leiters des Lubentius-Chors, Johannes Albrecht, sehr sinnvoll, zum Auftakt des besonderen Jubiläums ein außergewöhnliches Zeichen des klingenden Gotteslobs zu setzen: Die Sinfoniekantate „Lobgesang" nach Worten der heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester op. 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847). Dass das nur selten aufgeführte Werk im Gründungsjahr des Chors komponiert wurde, hat nicht nur eine historische Bedeutung, auch greift es zielgenau das sängerische Wirken in der bedeutenden Mutterkirche des Lahngaues auf.
Natürlich waren die Besucher alle gespannt. Die 2. Sinfonie von Mendelssohn besteht aus drei Sinfoniesätzen, die quasi die Ouvertüre zu dem Chorteil bilden, der dann aus Rezitativen, Arien, Duetten und Chören den wesentlich größeren Teil der Komposition bildet. Mendelssohn, der das Werk als eine Symphonie-Kantate der heiligen Schrift bezeichnete, schrieb es in seiner Eigenschaft als Gewandhauskapellmeister in Leipzig zur Feier des 400-jährigen Bestehens der Erfindung der Buchdruckerkunst.
Bei der Interpretation in Dietkirchen spürte man förmlich, wie Dirigent Albrecht und seine große Musziergemeinschaft (mit hervorragenden Solisten) von diesem großen Unternehmen sehr angetan war und so die Interpreten mit seiner Begeisterung anzustecken wusste. Er schaffte jene Grundstimmung, die eine angenehme Balance zwischen einem huldvollfreudigen Festgesang und einen eleganten Oratorienklang darstellt. Dabei war ihm das Orchester „Symphonia Dietkirchens" mit profilierten Musikern, das eigens für die kirchenmusikalischen Anlässe im Jubiläumsjahr gebildet wurde, eine elementare Stütze, das jederzeit seinen Aufgaben gewachsen war. Das gilt aber auch für den bestens vorbereiteten Chor, der sich mit bedeutenden Kathedral-Chören Deutschlands durchaus messen kann.
Eine glückliche Wahl waren auch die Vokalsolisten. Die Sopranistin Nicole Tamburro, in Dietkirchen keine Unbekannte, glänzte mit einer wunderbaren schlanken Stimme. Schon im ersten Zusammenwirken mit dem Chor („Alles was Odem hat, lobe den Herrn") zeigte sie sich sicher und klangschön. Wunderbar auch das Duett mit Carina Schmidt-Albrecht (Mezzosopran) im „Ich harrete des Herrn". Carina Schmidt-Albrecht hat eine elegant geführte Stimme, die an das Timbre einer Knabenstimme ohne jeglichen Pathos erinnert. Ausdrucksvoll und überzeugend stellte sich der Tenor Christian Richter in den Rezitativen und Arien vor. Nach einem Studium der Humanmedizin studierte er Gesang.
Homogen, textverständlich und hoch motiviert zeigte sich der Jubiläumschor, der manche heikle Klippen zu bewältigen hatte. Der achtstimmige Choral „Nun danket alle Gott" , in dem der Sopran besonders in den exponierten Lagen (hohes B) gefordert war, sorgte bei manchen Besuchern für ein Gänsehautgefühl.
Bevor der Schlusschor erklang, fanden sich die Sopranistin und der Tenor im Duett („Drum sing ich mit meinem Liede"). Und die letzten Sätze des Schlusschors trafen genau die Intention des wirklich großartigen Werkes: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn, Halleluja, lobe den Herrn" (Ps. 150).
Fürwahr ein Vermächtnis für den Jubelchor, dem nach einer Weile der Stille jubelnde Ovationen zuteil wurden, die gleichermaßen allen Mitwirkenden galt.

Von Willibald Schenk

Limburg-Dietkirchen, 29.04.2014 (NNP)

Cäcilia“ singt „Lobgesang“

Ein besonderes musikalisches Erlebnis gibt es anlässlich der 175-Jahr-Feier des Kirchenchors „Cäcilia" in Dietkirchen. Aufgeführt wird dort die Sinfonie-Kantate „Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy.
 

Der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche feiert in diesem Jahr mit einer Reihe von Aktionen sein 175-jähriges Bestehen. Am Samstag, 3. Mai, wird er um 20 Uhr in der Lubentiuskirche die Sinfonie-Kantate „Lobgesang", Opus 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy, für Solisten, Chor und Orchester aufführen. 

„Das Werk wird sonst nicht oft aufgeführt", sagt der musikalische Leiter des Chors, Johannes Albrecht. Es beginnt mit einer vom 35-köpfigen Orchester „Symphonia Dietkirchensis" gespielten vollwertigen 30-minütigen Sinfonie. Ohne Unterbrechung geht diese dann in eine von Orchester, Kirchenchor und den Solisten Nicole Tamburro (Sopran), Carina Schmidt-Albrecht (Mezzosopran) und Christian Richter (Tenor) aufgeführte Kantate über.

Mendelssohn selbst bezeichnete das Werk als „Sinfonie- Kantate", da es mit seinen drei sinfonischen und zwölf vokalen Sätzen weder der einen noch der anderen Gattung zugeschrieben werden kann. Die Uraufführung fand 1840 in der Leipziger Thomaskirche statt. Der Anlass war die 400-Jahr-Feier zur Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Die Leitung des Konzerts hatte damals der Komponist persönlich übernommen.

Um allen Besuchern in der Kirche das bestmögliche Konzerterlebnis zu garantieren, wird es für die Plätze auf den Seitenemporen eine Bildübertragung geben. Karten kosten im Vorverkauf 18 und zehn Euro. An der Abendkasse werden sie 20 Euro und zwölf Euro kosten.

Karten-Bestellungen per Email an info@saengerchorcaecilia.de und unter (0 64 31) 7 32 90.

koe

Limburg-Dietkirchen, 16.04.2014 (NNP)

„Cäcilia“ stellt Festschrift vor

Kirchenchor besteht seit 175 Jahren

"Cäcilia stellt Festschrift vor."

In diesem Jahr besteht der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentiuskirche Dietkirchen seit 175 Jahren. Einen abwechslungsreichen Blick hinter die Kulissen bietet die neue Festschrift des Chors.


Einen Blick über den Tellerrand hinaus wirft der Dietkircher Sängerchor „Cäcilia" in seiner Festschrift zum 175-jährigen Vereinsbestehen. Vor 25 Jahren hatte der Kirchenchor sein Jubiläum ebenfalls mit einer Chronik gewürdigt. Diesmal entschieden sich die Organisatoren
aber bewusst dafür, nicht nur eine klassische Vereinschronik, sondern ein Dokument der Zeitgeschichte zu schaffen.
 

Ein „schönes Ergebnis"
Ungefähr eineinhalb Jahre arbeitete ein fünfzehnköpfiges Team an dem Projekt. „Das Ergebnis ist so schön geworden, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte Festausschussvorsitzender, Ortsvorsteher Bernhard Eufinger (CDU), in einem Gespräch mit der NNP. Neben einem historischen Ausblick auf die gesamte Vereinsgeschichte seit der Gründung 1839 bilden die vergangenen 25 Jahre einen weiteren Schwerpunkt des Bandes.
Unterlegt wird der historische Ausblick mit unveröffentlichten Dokumenten aus dem Vereinsarchiv. Abgedruckt wurde nicht nur das älteste erhaltene Chorfoto aus dem Jahr 1902, sondern auch das älteste Sitzungsprotokoll vom 9. Januar 1909. Eine quasi historische Erstveröffentlichung ist ein Foto des „Lubentius-Psalms" von 1400. Diesen hatte Chorleiter Johannes Albrecht im Rahmen seiner Examensarbeit in einem Trierer Archiv aufgespürt. Er belegt eindrucksvoll die jahrhundertalte Tradition der Kirchenmusik in Dietkirchen.
Erinnerungen und Fotos der zahlreichen Reisen, wie die Tour nach Griechenland 1990, die Israelreise 1993 oder die Romreise 2005, vermitteln dem Leser einen tieferen Einblick in das Vereinsleben der vergangenen Jahrzehnte. Namenslisten der aktiven, der fördernden und verstorbenen Mitglieder, der Ehrenmitglieder sowie des Festausschusses und des Vorstands vervollständigen das Bild weiter. Auch die seit 1989 aktiven Chorleiter der „Cäcilia" sowie die in der Gemeinde tätigen Pfarrer werden genannt.
In der Rückschau nicht fehlen durfte auch das Engagement des Kirchenchors beim traditionellen „Dickerischer Maat". Denn bei dem seit 1991 alle drei Jahre stattfindenen historischen Markt ist der Chor von Anfang an beteiligt, schreibt die Vorsitzende Gabriele Fieseler. Fanden die ersten Märkte noch auf dem Herrnberg statt, hat die „Cäcilia" ihre Stände jetzt im Pfarrhof und kann ihre zahlreichen Gäste außerdem nicht nur im Freien, sondern auch in der Pfarrscheune und im Pfarrkeller bewirten.
Einen detaillierten Blick auf ein umstrittenes aktuelles Thema wirft Friedhelm Meudt in seinem Beitrag über die voranschreitende Verwirklichung der „Pfarrei neuen Typs". Beim Jubiläum in 25 Jahren sei der Text dann quasi ein historisches Dokument, welches zu einem Vergleich mit den dann aktuellen Strukturen einlade, so die Idee.

Selbstgemalte Bilder
Farbtupfer auf die Seiten bringen die Bilder des Kinderchors. Unter dem Motto „Meine Zeit im Kinderchor" hatten sie ihre musikalische Erfahrungen in selbstgemalten Bildern festgehalten. Auch ihr gemeinsamer Auftritt mit Paul Potts im Rahmen der ZDF-Sendung „Heiliger Abend 2011" kommt in der Festschrift vor.
Aber nicht nur der Chorgesang sondern auch die verschiedenen Glocken von St. Lubentius sind ein Thema. Abgedruckt wurde daher in der Festschrift ein Handy-lesbarer QR-Code, der interessierte Leser zur Internetseite des Hessischen Rundfunks weiterleitet. Dort können sie Tonaufnahmen der Dietkircher Glocken erleben.
Fünf Euro kostet die komplett anzeigenfrei gehaltene Festschrift. In Dietkirchen wird sie von Vereinsmitgliedern in den kommenden Tagen an der Haustür angeboten. Weitere Exemplare sollen unter anderem bei Auftritten der „Cäcilia" erhältlich sein.

koe

Limburg-Dietkirchen, 14.04.2014 (NNP)

Unterstützung für den Sängerchor "Cäcilia"

Gabriele Fieseler, Vorsitzende des Sängerchor „Cäcilia“ der Lubentiuskirche Dietkirchen und Filialdirektor Frank Schwenk von der Sparda-Bank Hessen bei der Spendenübergabe.

Mit großer Freude nahm die Vorsitzende des Sängerchors "Cäcilia" der Lubentiuskirche Dietkirchen, Gabriele Fieseler, eine Spende des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank Hessen in Höhe von 1000 Euro entgegen. Der Sängerchor "Cäcilia" feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen und kann damit auf eine Chortradition im gemeinschaftlichen Dienst für die Musik zurückblicken. Die Zuwendung der Sparda-Bank Hessen, die von Filialdirektor Frank Schwenk überreicht wurde, soll dem Jubiläumskonzert mit der Aufführung der Sinfoniekantate op. 52 „Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy mit großem Sinfonieorchester, Chor und Solisten am 3. Mai um 20 Uhr in der Lubentiuskirche in Dietkirchen dienen. Ohne solch großzügige Unterstützungen wären kulturelle Highlights wie dieses Konzert finanziell für den Verein nicht darstellbar, so Gabriele Fieseler.
Für das Festjahr hat der Verein neben dem Jubiläumskonzert eine umfangreiche Festschrift gestaltet und ein vielfältiges Programm zusammengestellt, u.a. ein Konzert aller Chöre des Dekanats Limburg am 1. Juni sowie ein Kinderchorkonzert mit zahlreichen jungen Sängerinnen und Sängern des heimischen Raumes am 19. Juli. Das Festjahr beschließt ein außergewöhnliches Konzert – „musikalische Reise durch 175 Jahre Chorgeschichte" – in der illuminierten Basilika am 10. Oktober, eine akademische Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus am 11. Oktober sowie schließlich ein Festgottesdienst am 12. Oktober 2014 mit der Aufführung der „Krönungsmesse" von W.A. Mozart.

koe

Limburg-Dietkirchen, 22.01.2014 (NNP)

Die „Cäcilia“ singt schon seit 175 Jahren in der Lubentius-Kirche in Dietkirchen

Zusammen mit seinem Kinderchor, einer reichhaltigen Festschrift und einem modernen Internetauftritt feiert der Sängerchor „Cäcilia" der Lubentius-Kirche Dietkirchen ein ganzes Jahr lang sein 175-jähriges Bestehen.

Limburg-Dietkirchen. Keine Jubiläumsfeier wie jede andere plant zu seinem 175-jährigen Jubiläum der Dietkircher Kirchenchor „Cäcilia". So wird es zum Beispiel kein Festzelt geben, und auch der traditionelle Sängerwettstreit fällt aus, erzählten Chorleiter Johannes Albrecht, Festausschussvorsitzender Bernhard Eufinger und die Erste Vorsitzende Gabriele Fieseler in einem Gespräch mit der NNP. Vielmehr will der Sängerchor der Lubentiuskirche das Festjahr mit verschiedenen musikalischen Auftritten feiern. Dafür haben Chor und Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das sie am Montagabend in Dietkirchen vorstellten.


Kinderchor-Konzert
Rund 95 Prozent des Festprogramms wird in der Lubentius-Kirche stattfinden, erklärte Johannes Albrecht. Schließlich sei die Aufführung sakraler Musik ja auch die Hauptaufgabe eines Kirchenchors. In den vergangenen Jahren hatte der Chor eine gewisse Vorliebe für Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy entwickelt. Die Aufführung seiner Sinfoniekantate „Lobgesang" am 3. Mai in der Lubentius-Basilika ist dann auch der erste musikalische Höhepunkt des Jubiläumsjahrs. Der Chor führt das Stück gemeinsam mit einem großen Sinfonieorchester und mehreren Solisten auf. Das Orchester sei kein feststehendes Ensemble, sondern werde jeweils nach Bedarf zusammengestellt, erzählten die Organisatoren. Fast alle Kirchenchöre des Dekanats Limburg-Diez kommen am 1. Juni nach Dietkirchen. Anlass ist das Dekanatssingen. Diese Tradition war in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen und wurde nun für das Jubiläumsjahr wieder aufgegriffen, erzählte Gabriele Fieseler. Ein Blick auf die Zukunft der „Cäcilia" erhalten Besucher am 19. Juli beim Kinderchor-Konzert. Der im Mai 2008 gegründete Kinderchor hat inzwischen rund 40 Sänger. Er ist damit fast so stark wie der Erwachsenenchor mit 45 aktiven Mitgliedern, erklärte Bernhard Eufinger mit einem gewissen Stolz. Er hoffe, dass diese dann in 25 Jahren auch das 200-jährige Jubiläum des Chors feiern werden.


Großes Fest-Wochenende

Ein großes Fest-Wochenende, vom 10. bis 12. Oktober, beendet die Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr. Los geht es am Freitag, 10. Oktober, mit einer musikalischen Reise durch 175 Jahre Chorgeschichte. Veranstaltungsort ist die extra für diesen Anlass illuminierte Lubentius-Basilika. Moderiert wird die Veranstaltung vom Namensgeber der Kirche, dem heiligen Lubentius, sowie der Patronin der Kirchenchöre, der heiligen Cäcilia. Die Texte des Abends werden von Pfarrer Friedhelm Meudt verfasst. Am Samstag, 11. Oktober, folgt eine „Akademische Feierstunde" im Dorfgemeinschaftshaus. Beim Festgottesdienst am Sonntag, 12. Oktober, wird die „Krönungsmesse" (KV 317) von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Mit einer gemeinsamen Vesper der Kirchenchöre aus dem pastoralen Raum Dietkirchen enden schließlich am Nachmittag die Jubiläumsfeierlichkeiten.

Neben dem Musikalischen gibt es im Jubiläumsjahr auch etwas zum Schmökern. Im April soll die rund 100 Seiten starke Jubiläumsfestschrift erscheinen. Der Anspruch der Autoren war es auch, damit ein Zeitdokument für nachfolgende Generationen zu erschaffen. So wird das Buch neben mehreren Grußworten einen historischen Rückblick sowie verschiedene musikwissenschaftliche Texte enthalten. Thema ist dabei unter anderem die Orgel der St.-Lubentius-Kirche. Ein weiterer Höhepunkt des Buches bildet die Chronologie der seit dem 150-jährigen Bestehen vergangenen 25 Jahre. Er sei schon damals Festausschussvorsitzender gewesen, und die Zeit sei wie im Flug vergangen, erinnerte sich Bernhard Eufinger.

Neben dem Kinderchor ist die neu gestaltete Internetseite www.saengerchor-caecilia.de der Stolz des Vereins. Die Seite wurde mit einlesbaren QR-Codes auch für Smartphones optimiert und enthält zum Beispiel Musikdateien mit Orgelklängen aus der Lubentius-Basilika. Zudem erleichtert der neue Internet-Auftritt die interne Organisation des Chors.

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© Sängerchor Cäcilia der Lubentiuskirche Dietkirchen e.V.